11. Spieltag (Samstag, 18.11.2006) Anstoß: 8:45 Uhr Spielort: Leutewitzer Park Torschützen:  Mühlbach, Michael Mühlbach, Michael
Kommentar:Revanche geglückt Spielbericht:Nach dem bitteren Pokalaus stand am vergangenen Sonnabend die Partie VfB 90 gegen die Traditionsmotoren im Punktspielbetrieb auf der Ansetzungsliste - wieder zur "göttlichsten" Anstoßzeit von 8:45 Uhr. Die Motoren traten fast in Bestbesetzung an, weil die Genesenen Thomas Petzold und Thomas Mehnert wieder zur Verfügung standen. Erst genannter verlieh der Abwehr wieder mehr
Stabilität, denn die Flut an Gegentoren, die man bisher hatte hinnehmen müssen, ist bedenklich. So zeigten die Motoren dann auch über die kompletten 90 Minuten eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der 3:4-Niederlage bei der SG Dölzschen, wo man im spielerischen Bereich alles schuldig blieb. Und so konnte es eigentlich nur besser werden. In der Anfangsviertelstunde waren die Gastgeber wacher und hatten mehr vom Spiel. Die Trachenberger kamen nur langsam in die Partie, weil hier und da noch ein paar Abstimmungsprobleme auftraten. Hier sei angemerkt, dass der schwächste Mann auf dem Platz an diesem Tag der Schiedsrichter war. Agierte dieser doch noch im Pokalspiel als Stürmer in den Reihen der Leutewitzer, mag einen diese Wahl nicht verwundern. So hatte er in der 10. Minute bereits seinen ersten großen Auftritt. Nach einer Ecke für die Motoren und erfolgreicher Abwehr durch die Gastgeber, stand der Mittelstürmer der 90er bei der Ballabgabe mehr als deutlich im Abseits, Der Einzige, der dies nicht so sah, war der Referee. So lief der beste Mann der Gastgeber dann auch allein auf Dietmar Hampel zu und vollendete mit etwas Glück zur schmeichelhaften 1:0-Führung. Jetzt ging ein Ruck durch die Trachenberger Elf und so rissen die Motoren die Initiative an sich und gaben diese die restliche Spielzeit nicht mehr aus der Hand. Mit großer läuferischer Bereitschaft und vor allem mit sehenswerter Spielkultur dominierte man den Gegner. Der Ball wurde nun durch die eigenen Reihen bewegt. Per Doppelpass konnte man ein ums andere Mal die Hintermannschaft der Leutewitzer aufreißen und in Bedrängnis bringen. Was noch fehlte, war der krönende Abschluss. Noch brachten die Motoren den letzten, entscheidenden Ball nicht zum eigenen Mann. Immer wieder war noch ein Fuß der 90er Abwehr dazwischen. Die größte Möglichkeit hatte Andreas Fohrwerk per Dropkick. Sein Geschoss verfehlte den Kasten der Gastgeber nur um wenige Zentimeter. Trotz spielerischer Überlegenheit sprang für die Motoren nichts Zählbares in der ersten Hälfte heraus. So ging es mit dem Rückstand in die Pause. Nach der Halbzeit knüpften die Motoren nahtlos an die hervorragende Vorstellung der ersten 45 Minuten an. Die Bemühungen waren nun auch zielstrebiger. Ließ man in Halbzeit eins noch die nötige Torgefahr vermissen, so änderte sich dies jetzt. Die Motoren erhöhten den Druck und die Hintermannschaft der Leutewitzer wurde immer nervöser. Jeder zweite Befreiungsschlag flog ins Seitenaus oder war Beute der Motoren. In der 54. Minute war es nach einem Forhwerk-Eckball von der linken Seite dann auch soweit. Die Flanke erreichte den eingelaufenen Michael Mühlbach, der mit wundervollem Flugkopfball aus Nahdistanz zum hochverdienten Ausgleich einnetzte. Die Gastgeber bauten ab der 60. Minute konditionell stark ab. Die Mittelfeldreihe der Motoren bestimmte das Spielgeschehen nun vollends. Folgerichtig erarbeiteten sich die Motoren auch Einschusschancen, aber der gut aufgelegte Torwart der Gastgeber verhinderte mit seinen Paraden mehrmals die Gästeführung. Die beste Möglichkeit bot sich Eberhard Behnisch. Gegen zwei Verteidiger setzt er sich durch und befördert mit seinem schwächeren rechten Fuß den Ball in Richtung 90er-Tor. Den Flachschuss kratzt der Hüter jedoch aus dem unteren rechten Eck und lenkt den Ball noch um den Pfosten. Die Offensive der Gastgeber fand fast gar nicht mehr statt. Die einzige, gefährliche Waffe - den Mittelstürmer der Gastgeber – hatte Uwe Haubold über weite Strecken des Spiels sehr gut im Griff. Bis zur 88. Minute hielten sich die Leutewitzer mit viel Geschick und noch mehr Glück schadlos. Als die Zuschauer und beide Mannschaften bereits mit dem Remis zu rechnen schienen, schlug Michael Mühlbach mit seinem dritten Doppelpack in dieser Saison nochmals zu. Freistoß von halbrechter Seite in Strafraumnähe für die Motoren. Wieder läuft der Torjäger der Motoren in den Flankenball. Den ersten Schussversuch kann ein Verteidiger der Gastgeber noch abblocken, aber den abgeprallten Ball versenkt Michael Mühlbach im langen Eck zur hochverdienten Führung. Der Referee zeigte 3 Minuten Nachspielzeit an, was völlig unverständlich war, da es eigentlich keine Veranlassung dafür gab. Insgesamt ließ er dann noch 6 Minuten laufen, was sich für den Gastgeber fast noch ausgezahlt hätte. Die 90er warfen jetzt alles nach vorn und lösten ihren Defensivverbund komplett auf. Die numerische Überzahl verursachte dann auch noch ziemliche Verwirrung in der Motorendeckung. Dank des aufmerksamen Motorenhüters Dietmar Hampel, der in der Schlussminute noch einen Kopfball aus kurzer Distanz entschärfte und so den Ausgleich verhinderte, nahmen die Trachenberger die drei Punkte mit an die Aachener Straße. Die Revanche glückte. Aber wirklich wichtig dabei war, dass die Traditionsmotoren in allen Belangen überzeugten. Bleibt zu wünschen, dass man endlich auch mal über längere Zeit mit einer eingespielten Truppe seine Spiele bestreiten kann. Hoffentlich ist die personelle Misere nun beendet. Mit diesem Sieg hat man nun ein wenig Luft zu den Abstiegsplätzen. Am Sonnabend müssen die Motoren dann zur Nachholpartie in Reichenberg antreten. Auch die Reichenberger haben bisher eine durchwachsene Saison gespielt und stehen mit 8 Punkten auf der Habenseite nicht besonders gut da. Dies wird wieder eine schwere Aufgabe, aber mit der gleichen Leistung, wie am vergangenen Wochenende, sind Punkte drin...
Tore:
1:0 (10.)
1:1 Mühlbach (54.)
1:2 Mühlbach (88.)
Wechsel:
75.min: Mehlig, Rolf für Fohrwerk, Andreas
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